Als ich im Deutschen Fernsehen einen Bericht über das Tigerkloster in Thailand sah, war es für mich als Katzenfreund klar, das muß ich mir anschauen. Natürlich wurde dieser Besuch mit einem 3-wöchigen Badeaufenthalt auf Koh Samui verbunden.
Zur Geschichte: Im Jahre 1999 wurde ein schwer misshandelter junger Tiger dessen Mutter von Wilderern getötet wurde dem Abt der Klosters Wat Pa Luangta Bua übergeben. Die Buddhisten aus Luang verehren den Tiger als heiligstes Tier, denn der Tiger lebt normalerweise dort, wo ihr großer Lehrer Buddha seine Erleuchtung empfangen hat. Keiner glaubte an sein Überleben. Man konnte zwar das Leben des jungen Tigers retten, aber leider starb der Tiger nach wenigen Monaten.
Es brachten danach Leute immer wieder junge verwaiste oder verletzte Tiger ins Kloster und bald war das Kloster als „Tigerkloster“ bzw. „Tigertemple“ bekannt. Zur Zeit leben neben den ausgewachsenen Tigern auch Jungtiere, die im Kloster geboren wurden sowie Wasserbüffel, Hirsche, Pferde und andere Haustiere.
Das Kloster befindet sich ca. 200 km westlich von Bangkok. Man muß schon zeitig aufstehen um das Morgenprogramm das um 7:30 beginnt und auf 15 Personen begrenzt ist mitzuerleben.
Zuerst beginnt vor dem Kloster die Essensausgabe an die Mönche, das danach gemeinsam eingenommen wird. Hier hat man den ersten Kontakt mit den Tigern, die rund um den Frühstückstisch geduldig auf Streicheleinheiten warten. Wenn man Glück hat, kann man auch ein Tigerbaby liebkosen. Danach macht man mit „seinem“ Tiger an der Leine einen Spaziergang, der je nach Laune des Tigers zwischen einen Dauerlauf und einer Stehpartie abwechselt. Am Spielplatz angelangt werden die Tiger – falls sie wollen – zum herumtollen animiert. Zur Abkühlung geht es danach ins Wasser. Dort sind die Tiger nicht mehr zu halten. Nach dem Baden lassen sich die Tiger wie Hauskatzen einseifen und genießen es, wenn man dabei ihr Fell fest abreibt. Als Belohnung bekommen die Tiger gekochtes Hühnerfleisch, das sie ganz vorsichtig aus der Hand fressen.
Selbstverständlich darf auch eine Begegnung mit „Big Tiger“ Knut nicht fehlen. Vor dem hat man schon mehr respekt.
Zum Abschluß gibt es noch eine „Badeshow“ mit den ausgewachsenen Tigern in der „Tigerschlucht“.
Den 3,5 Stündigen Ablauf des Programms gestalten im Prinzip die Tiger, da sie zu nichts gezwungen werden.
Mein nächster Besuch des Tigerklosters im Jahr des Tigers ist am 17.12.2010.
Friedrich Kramar
Informationen über die Tiger Temple Foundation finden Sie unter: www.tigertemple.org/Eng/Donation.htm
FRIEDRICH KRAMAR, OBERNDORF 48, 3820 RAABS/THAYA. Tel.: +43(0)6641056561